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Zuerst mal: eine Werkstatt Ideal ist natürlich eine eigene Holzwerkstatt oder der Zugang zu einer Schreinerei. Aber wer hat das schon? Und es geht ja auch ohne! Ich habe mal von einem Selbstbauer gelesen, der eine Gitarre auf seinem Balkon gebaut hat, mit einem Stuhl als Werkbank. Bei mir gibt es eine Schön- und eine Schlechtwetter-Werkstatt. Bei gutem Wetter arbeite ich im Garten. Die Schlechtwetter-Version ist eine Ecke im Keller. Ganz wichtig ist: Durch das Sägen, Fräsen und Schleifen entsteht eine unglaubliche Menge Dreck! Bassbau ist also kaum ein wohnungstaugliches Hobby. Und die Maschinen machen es auch nicht gerade zu einer nachbarschaftsfördernden Sache. |
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Elektro-Werkzeuge Unverzichtbar für den Bassbau ist eine Bohrmaschine. Und dazu ein stabiler Bohrständer. Ergänzend zur Bohrmaschine sind Robosander ggf. nützlich. Höchst wünschenswert ist weiterhin eine Bandsäge, über die ich (leider noch) nicht verfüge. Sie sollte groß genug sein, um einen Halsrohling hochkant sägen zu können. Noch besser ist natürlich, wenn der Durchlass bei 20cm oder mehr liegt. Sehr nützlich ist ein Bandschleifer mit großer Schleiflänge. Und ein Vibrationsschleifer. Für mich das mit großem Abstand wichtigste Elektrowerkzeug ist aber die Oberfräse. Kleine Geräte mit 6mm-Frässchaft sind untauglich. 8mm-Schaft ist ausreichend, eine solche Fräse benutze ich selbst. Wirklich gut sind Fräsen mit 10mm-Schaft, weil es nur für die Fräser mit Arbeitslängen größer 1 Zoll gibt. Ein Frästisch ist ebenfalls ein äußerst nützlicher Zusatz. Und die Fräser selbst sollten immer Hartmetall(HM)-Werkzeuge sein, wegen ihrer größeren Präzision und längeren Haltbarkeit. HSS-Fräser taugen nur für Butterlöckchen :-))) Ein vernünftiger Lötkolben ist das einzige Elektrowerkzeug, dass für den Bau eines E-Basses wirklich unverzichtbar ist. Es ist möglich, einen Bass ohne Elektrowerkzeuge zu bauen, Stradivari hatte auch keine :-). Aber man sollte bedenken, dass man ausschliesslich Hartholz bearbeitet. Reine Handarbeit ist eine ziemliche Plackerei und vieles ist mit Elektrowerkzeug auch deutlich präziser zu machen. Ich selbst kaufe lieber weniger Geräte und entscheide mich dann aber für Profi-Werkzeug. Die Maschinen für Heimwerker sind oft leistungsschwach und nicht für größere Belastungen und lange Laufzeiten ausgelegt Ich habe von Bass zu Bass immer weniger Maschinen eingesetzt (und immer mehr gutes Hand-Werkzeug angeschafft). Aber es bleibt dabei, dass die Ständerbohrmaschine und die Oberfräse unverzichtbar sind. |
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Hand-Werkzeuge Ein absolutes
Muss sind einige Messzeuge! Ohne die geht überhaupt nichts!
Wirklich gute Lineale sind aus Stahl und haben geätzte
Skalen.
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| Getreu
dem Motto "Dreimal abgeschnitten und immer noch zu kurz" folgen
jetzt die Sägen. Mit einer einzigen Ausnahme benutze ich nur noch Japansägen. Sie arbeiten - anders als europäische - auf Zug, sind höllisch scharf und extrem effektiv. Ihre dünnen Blätter erlauben sehr präzise Schnitte. Die Ausnahme ist eine Tischler-Feinsäge mit Tiefenanschlag, zum Sägen der Bundschlitze. Ohne den Anschlag und mit einer speziellen Gehrungslade und einer Bundlehre geht das noch einmal deutlich einfacher. |
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| Ohne Schraubzwingen geht beim Instrumentenbau überhaupt nichts! Man hat immer zuwenige davon und merkt das immer zu spät. 10 - 20 Zwingen sollten es schon sein. Das Bild spricht hier wohl für sich :-) Ich benutze am liebsten Klemmsia-Zwingen (Holz mit Exzenter). Man braucht auf jeden Fall auch größere (ca.60 cm Spannweite) und solche mit eine Ausladung von mindestens 15 cm. |
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Für den Umgang mit einem Hand-Elektrohobel bin ich wohl zu ungeschickt. Aber klassische Hobel lerne ich von Bass zu Bass mehr schätzen! Deswegen vermehren sie sich auch langsam in meinem Werkzeugbestand. Die Arbeit mit einem gut geschärften und eingestellten Hobel geht schnell, macht Spaß und liefert sehr schöne Ergebnisse beim Abrichten und Fügen. Sinnvoll sind (auch wenn ich selbst noch nicht alle besitze):
Im weitesten Sinne ebenfalls zu den Hobeln gehören Ziehklingen. Sie gehören zusammen mit einem Schärfgerät unbedingt ebenfalls in den Werkzeugbestand. |
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Bei
den Holzraspeln habe ich mit Baumarktware angefangen. Inzwischen
nutze ich nur noch handgehauene Raspeln mit grobem und mittlerem Hieb
in verschiedenen Größen und Formen (flach, halbrund, rund,
Bildhauerraspel). Zum Mattieren benötige ich Stahlwolle vom Typ 0000. Alle groberen sind untauglich!!! |
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| Nur der Vollständigkeit halber erwähnt werden die diversen Schraubendreher und -schlüssel, Inbusse, Zangen etc. Auch hier zahlt sich die Investition in Qualität aus! | |
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Instrumentenmacher- und Spezial-Werkzeuge Ein weites Feld! Man kann dafür beliebig viel Geld ausgeben , auch wenn vieles nicht einfach zu beschaffen ist. Ich erwähne einfach das, was ich wirklich benutze, weil ich es für hilfreich halte. |
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| Man kann Griffbrettradien von Hand schleifen, keine Frage. Einfacher ist es mit einem Radius-Schleifklotz. Der leistet dann auch gleich noch gute Dienste beim Abrichten der Bünde, als Beilage beim Aufleimen von Griffbrettern und beim Einpressen von Bunddraht. Da ich alle Bässe mit 14"-Radius versehe, reicht mir dieser eine. Erhältlich sind sie von 7" bis 20". | ![]() |
| Neben
dem Radius-Schleifklotz nutze ich für die Bünde einen Leveler
mit präzisionsabgerichteter Sohle, auf dem ich mit doppelseitigem
Klebeband Schleifleinen fixiere. Der kleine Leveler ist eine Spezialfeile, mit der ich ebenfalls Bünde, Bundenden und Griffbretteinlagen abrichte. |
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| Ein Vorschneider ohne (!) Wate dient zum Ablängen überstehender Bundenden vor dem Schliff. |
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| Ein Kunststoff- oder Schrothammer dient zum Einschlagen des Bunddrahts. Díe rückschlagfreie Variante ist angenehmer in der Benutzung. |
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| Die Bundlehre erlaubt die Kontrolle der Abrichtung über jeweils 3 benachbarte Bünde. |
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Mit der Bundkronenfeile werden die Bünde nach dem Abrichten wieder verrundet. Das ist für eine genaue Intonation unverzichtbar. Die kleine Feile ist hilfreich beim Verrunden der Bunddrahtenden. |
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Sonstige Werzeuge und Hilfsmittel Ich kann mir nicht vorstellen, einen Bass ohne einen vernünftigen Arbeitstisch zu bauen. Er sollte schon 80 x 150 cm groß sein und eine dicke, stabile Platte haben. In späteren Phasen des Baus braucht man dazu eine saubere weiche Unterlage, um den Bass nicht zu zerkratzen. Gute Dienste leistet ein Schraubstock mit ausreichend großer Maulweite. Neben dem Tonholz
braucht man Holz auch zum Erstellen von Frässchablonen (kann durch
Acryglas ersetzt werden), als Beilagen beim Sägen und Fräsen
sowie zur Verteilung des Zwingendrucks beim Leimen. |
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Chemie: Zum Finishen verwende ich ausschliesslich Öle und Wachse sowie bei Bedarf Beizen. Lackierungen erfordern für gute Qualität neben einer Spritzpistole auch eine absolut staubfreie Umgebung, die ich nicht gewährleisten kann. Leim ist die zweite Chemikalie, die im Bassbau eingesetzt wird. Traditionell wird mit Knochenleimen gearbeitet. Das ist nicht wirklich problematisch und erzeugt in der Werkstatt ein ganz eigenes Aroma. Ich bevorzuge synthetische Leime, weil sie einfacher zu benutzen sind. Auf jeden Fall sollte man Sekundenkleber in den Ausführungen "normal", "Gel" und "wasserflüssig" zur Hand haben. |
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